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Supercomputer mit Lego

Ein wenig Nerd-Insider-mäßig, aber einfach zu gut …

Die Turingmaschine ist ein von dem britischen Mathematiker Alan Turing 1936 entwickeltes Modell, um eine Klasse von berechenbaren Funktionen zu bilden. Sie gehört zu den grundlegenden Konzepten der Informatik.

Wiki: Turingmaschine

Must have …

Du bist Deutschland

Gefunden habe ich dieses nette Plakat in der Altstadt von Nablus (Westjordanland). Dort lassen sich übrigens an jeder Staßenecke Huldigungen für Märtyrer der Al-Aqsa-Brigaden finden.

Ansonsten ist es aber mehr als peinlich, wie die linke Bewegung in Deutschland auf den Konflikt im Gaza-Streifen reagiert. Weder die Teilnahme auf Demos mit unverkennbar antisemitischen Parolen und positiver Bezugnahme auf die Hamas und anderen verblendeten Organisationen (das schließt auch die PFLP ein), noch das unreflektierte Abjubeln der israelischen Sicherheitspolitik ist eine angemessene Reaktion.

Märchenbuchrezension

„Ich muß sagen, als die ersten hundert Seiten dieses Manuskripts las, war ich begeistert. Alles Action,prachtvoll mit allem, was die Leser von heute in einem richtigen Schmöker erwarten: Sex (jede Menge), Ehebruch, Sodomie, Mord und Totschlag, Inzest, Krieg, Massaker und so weiter.“ Was für ein begnadeter Lektor! Das von ihm so belobigte Werk wurde millionenfach verkauft. Allerdings nicht unter dem vorgeschlagenen Titel „Die verlorene Schar vom Roten Meer“, sondern unter der weniger spektakulären Namen „Die Bibel“.

Umberto Eco

Parallelwelten

Es gibt Wochenenden, die erscheinen im Rückblick so, als ob man sie auf einem anderen Stern verbracht hätte. Mein letztes Wochenende gehört garantiert dazu. Ich war zum ersten Mal auf dem Fusion-Festival und es wird bestimmt nicht mein letzter Besuch sein. Ich war ziemlich begeistert, hab selten an einem Wochenende soviel getanzt – ohne Drogen natürlich. Der Grund für meine Begeisterung mag vielleicht auch darin liegen, dass so ein kleiner Ausflug in der Klausurphase den stressigen Alltag am besten vergessen lässt. Leider nimmt die Sehnsucht nach den Momenten der Euphorie und Entspannung gerade dann extreme Züge an, wenn auf einmal wieder die bittere Realität um sich herum zu finden ist. Ich sag nur SCHLAAAAND – aber wenigstens hat die deutsche Mannschaft nicht gewonnen. So verlief der Abend der Heimkehr wenigstens etwas ruhiger. Außerdem hoffe ich der Fall aus dieser Schwarz-Rot-Gelben Parallelwelt war wenigstens ordentlich schmerzhaft.

p.s. wichtiger Demotermin: 5.7.08 – Schloßplatz – 14 Uhr – De*fencing the nations

Und sonst so …

Leider hab ich kaum noch Zeit, um hier etwas zu schreiben. Das liegt zum Großteil an dem Stress in der Uni, dem ich meiner straffen Bachelor-Studienordnung zu verdanken habe. Aber auch die anderen Bereiche meine Lebens halten mich momentan ziemlich in Schach, so dass ich auch nur selten die Lust entwickeln kann, um mich hier zu entfalten. Glücklicherweise (oder auch nicht) rückt die Klausurzeit immer näher, so dass der Großteil meiner Gedanken schon um die Semesterferien (oder besser: Vorlesungsfreie Zeit) kreist. Das liegt zum einem daran, dass ich bei der bloßen Vorstellung an den vielen Stoff, den ich zu lernen habe, kotzen muß. Andererseits gibt es 2 Sachen, auf die ich mich in den Ferien besonders freue: Eine Reise nach Spanien und einen Skiurlaub. Skifahren und Strand – zwei Begriffe die in so kurzer, zeitlicher Nähe eigentlich nicht wirklich zusammenpassen, aber trotzdem mein Herz trotzdem höher schlagen lassen. Bis dahin muß ich aber leider noch den alltäglichen Trott aushalten.

Aber mal ein anderes Thema. Gestern musste ich lesen, dass in Tschechien schon wieder ein Antifaschist von Neonazis ermordet wurde. Dabei war ich gerade in der letzten Woche auf einer sehr spannenden Infoveranstaltung zu dem Mord an einem spanischen Antifaschistischen in Madrid im November letzten Jahres. Gerade vor diesem Hintergrund schweifen meine Gedanken mit Sorgen zu meinem Cousin ab. Dieser hält sich gerade in St. Petersburg auf und wurde bereits einmal von Neonazis überfallen und anschließend von Passanten bewusstlos auf der Straße gefunden. Gerade in Russland sind ja politische Morde von Neonazis auch keine Seltenheit. In diesem Sinne, Antifaschismus ist und bleibt eine Notwendigkeit !

Nazi-Advent statt Antifa-Event

Seit nun mehr 5 Jahren ziehen Nazis aus Berlin und dem Umland Anfang Dezember durch die Berliner Stadtteile Treptow und Neukölln. Dies sollte auch in diesem Jahr wieder der Fall sein, jedoch mit ein paar anderen Prämissen als in den Vorjahren. Zum einen mobilisierten die Nazis diesmal wesentlich stärker, angekündigt war eine „bundesweite Mobilisierung“, zum anderen regte sich in diesem Jahr von antifaschistischer Seite endlich mal mehr Widerstand. Auch hier gab es eine, im Vergleich zu den Vorjahren, breite Mobilisierung mit vielen Infoveranstaltungen und einigen netten Vorfeldaktionen. Nachdem gestern eine schlecht besuchte WarmUp-Demo mit ca. 150 TeilnehmerInnen stattfand war es heute soweit. Über 400 Nazis aus Berlin und anderen Städten waren angereist und wollten durch den Süden Neuköllns marschieren. Die Polizei waren zahlenmäßig zwar nicht so gut aufgestellt wie in den Vorjahren, doch gelang es den Aufmarsch mehr oder weniger problemlos über die Bühne zu bringen. Zwar gab es wohl einige Blockaden, diese wurden jedoch schnell wieder geräumt. In den Medien wird von rund 1000 GegendemonstrantInnen gesprochen, also ähnlich viel wie in den Vorjahren. Diese Zahl ist definitiv enttäuschend, denn die Mobiliserung schien mehr zu versprechen. Es muß doch in dieser Stadt mit mehr als 3 Millionen EinwohnerInnen möglich sein einmal im Jahr einen Naziaufmarsch zu stoppen, gerade bei einen so wichtigen Aufmarsch. Die geringe Zahl an GegendemonstrantInnen war meiner Einschätzung nach ausschlaggebend für den enttäuschenden Ausgang dieses Tages, möglich gewesen wäre einiges mehr. Wieso schaffen es so wenig Leute ihren Hintern mal etwas früher aus dem Bett zu bekommen und warum kann ein solch großer Naziaufzug ungestört durch eine Viertel ziehen, in dem hauptsächlich MigrantInnen wohnen ? Vielleicht finden sich ja einige Antworten bis zum nächsten Jahrn, wenn die Nazis nach dem diesjährigen Erfolg bestimmt wieder marschieren werden. Erfreulicherweise haben wohl ein paar Nazis auch am Rande eine kleine Abreibung bekommen, trotzdem ist es unmöglich ein positives Fazit zu ziehen.

V. Lenzen statt D. Lenzen

Heute fand an der Freien Universität die zentrale Immatrikulationsfeier statt. Universitätspräsident Dieter Lenzen und Bischof Wolfgang Huber hielten Reden. Für mich persönlich durchaus eine erfreuliche Sache, so musste ich heute nicht zur Uni gehen, da meine Vorlesungen ausfielen. Andererseits natürlich eine ekeleregende Vorstellung, die auch den Protest von einigen Engagierten provozierte. Ein großes Bravo für diese Aktion !

http://germany.indymedia.org/2007/10/197734.shtml

Kleinstadtidylle vs. Punkrock

Da mich Berlin momentan sowieso etwas ankotzt und ich wohl kaum mehr genug Zeit für solche Sachen habe werde, beschloss ich dieses Wochenende spontan nach Jena zu fahren, um dort ein paar Bekannte von mir zu besuchen. War ein ziemlich erlebnisreicher Ausflug mit ein paar Erkenntnissen: In Jena gibt es verdammt viele Nazis und in der Platte wirken linke WGs ziemlich deplaziert. Außerdem ist die Stadt wirklich ein ziemliches Kaff, dank dem hohen Studi-Anteil hat sie aber ein ziemlich abwechslungsreiches Nachtleben – Solipartys können dort auch verdammt lustig sein und machen mitunter mehr Spaß als in Berlin.